Perlen

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Perlen

Die Perle hat eine kristalline Struktur und besteht überwiegend aus Calciumcarbonat in Form von Calcit. Die Kristalle wachsen als Plättchen. Diese sind schichtweise geordnet und werden von organischen Proteinen miteinander verkittet. Dadurch entsteht eine hohe Bruch- und Stoßfestigkeit. Der Glanz, Lüster genannt, entsteht durch die Lichtreflexion und -brechung an den Kristallgrenzen des Calciumcarbonats wie an den dort eingelagerten Wassermolekülen. Er wird umso feiner, je dünner und zahlreicher die Schichten sind (Interferenz). Durch das „Austrocknen“ und eine Veränderung der organischen Bestandteile ergibt sich der Alterungsprozess der Perlen. Die Farbe ist abhängig von der Art der Perlmuschel, ihrem Lebensraum und der Wassertemperatur. Sie reicht von Weiß über Gelb, Rosa bis Grau. Perlen vertragen weder Hitze, Laugen noch Säuren. Fast alle Perlen, die heutzutage für die Schmuckherstellung verwendet werden, werden gezüchtet.

  • Als "echte Perle" oder Naturperlen dürfen nur natürlich entstandene, also nicht gezüchtete Perlen bezeichnet werden.
  • Zuchtperlen werden von zur Perlengewinnung gezüchteten Perlmuscheln gewonnen.
  • Unregelmäßig geformte Perlen nennt man „Barock-Perlen“.
  • Als "Biwa-Perlen" werden japanische Süßwasserperlen aus dem Biwa-See bezeichnet.
  • "Buton-Perlen", auch Blisterperlen genant, sind cabochonförmige Perlen, die an der Muschelschaleninnenseite gewachsen sind und aus der Schale herausgesägt werden.
  • "Mabé-Perlen" sind ebenfalls Halb-Perlen in untypischen Formen wie z. B. Halbkugeln, Herzen, Quadrate etc.
  • "Keshi-Perlen" entstehen ohne menschliches Zutun zusätzlich bei der Zucht.
  • Süßwasserperlen bestehen aus solidem Perlmutt, sind aber nur selten rund, da kein Nukleus eingepflanzt wurde, und stammen von im Süßwasser lebenden Muscheln.
  • Die Flussperlmuschel bildet meist kleine, nicht ganz runde Perlen (Flussperlen) mit einem etwas schwächeren Lüster als bei Meerwasserperlen aus und kommt in den Flüssen und Bächen der nördlichen Hemisphäre vor.